Mit dem Rennrad über die Alpen

Sind aller guten Dinge drei?

Der Alltag hat uns wieder. Allerdings bereichert um ein großes Bündel an Erlebnissen, Bildern und Gefühlen: v.a. sind die Beine ganz schön müde :-)! Der Verdienst einer grandiosen Woche, die uns zum Gesamtplatz 10 in der Mixed-Wertung geführt hat. Wer hätte das gedacht?!

Am Samstagabend haben wir uns mit unserem „Fanclub“ ordentlich gefeiert; wir waren zu 14t! Manch anderer Teilnehmer war von dieser Unterstützung und dem Zusammenhalt beeindruckt. Vielen vielen Dank, dass ihr dabei wart!

An dieser Stelle verdienen Ingos Papa und meine Mama ebenfalls ein großes Dankeschön! Ihr habt uns als Begleiter super versorgt, habt uns im Ziel trockene Klamotten gebracht, fotografiert, gefilmt (ja, es wird dieses Jahr einen Transalp-Film geben), chauffiert etc. Das hat sehr zum Gelingen dieser Woche beigetragen!

Norbert, dir möchten wir auch danken u.a. für deine großartige Versorgung durch „Gute Laune“ Gummibärchen. Die waren nämlich die heimliche Quelle für unsere Power :-)!

Natürlich kommt wieder die Frage nach der Teilnahme im nächsten Jahr. Wir denken beide, dass es nun erstmal reicht mit Transalp. Die Vorbereitung ist so zeitintensiv, dass man vieles andere vernachlässigen muss, das haben wir in den letzten beiden Jahren gemerkt. Deshalb ist jetzt erstmal anderes wichtiger; aber irgendwann wird es ein Drittes Mal geben – und bis dahin suchen wir uns andere Herausforderungen. Z.B. den Tannheimer Radmarathon in drei Wochen…

Schlussendlich bleibt nur noch zu sagen: schön, dass ihr alle durch eure Kommentare, SMS und Mails so aktiv an der Woche teilgenommen habt. Das war das i-Tüpfelchen in dieser Woche. Danke!

1 Kommentar 2.7.13 07:41, kommentieren

Tag 7: Von Kaltern nach Arco

Wir sind da. Die 3 Stunden Fahrzeit sind so schnell verflogen! Zunächst hat sich unsere Rennerfahrung in dem flachen Stück ausgezahlt, in dem wir im großen Pulk und mit Rückenwind mit 45 bis 50 km/h langgeflitzt sind. Die Beine waren erstaunlich gut, vor allem Ingos. Dann hat er nochmal den Turbo angestellt und ist mit mir im Schlepptau den einzig richtigen Anstieg des Tages (knapp 1000 hm) hochgerast. Nochmal eine lange Abfahrt runter durch kleine Dörfer, im Renntempo, und die letzten 400 Höhenmeter der Tour hinauf. Nochmal alles geben. Und da war er schon: der Gardasee! Und dieses Mal konnten wir die letzte Abfahrt gemeinsam genießen :-) – raus kam nochmal Platz 7!

Aber was noch viel toller war, war der Empfang durch unseren Fanclub in Arco! Norbert hat sogar ein großes Schild mit Foto von Ingo und mir drucken lassen – wir sind begeistert!

Nun müssen wir los, zur letzten Pasta Party. Ich verspreche einen Abschlussbericht in Kürze (hoffentlich morgen) nachzuliefern – jetzt müssen wir uns erstmal gebührend feiern!

Fahrzeit: 03:00:00 Std.

Durchschnittgeschwindigkeit: 34,1 km/h

Durchschnittspuls Ingo: 151

Durchschnittliche Leistung Ingo: 272 Watt

 

 

2 Kommentare 30.6.13 10:17, kommentieren

Tag 6: Von Aprica nach Kaltern

„Höllenritt“ beschreibt wohl unsere heutige Fahrt am Besten! Durch eine Hölle sind wir tatsächlich gefahren: die lange Abfahrt vom ersten Berg war sooo saukalt (und nass), dass Ingo nicht nur sich sondern auch sein Rad zum Zittern gebracht hat! Sooo kalt, dass man sich nichts mehr gewünscht hat als den nächsten Anstieg! Und das an Tag 6 der Tour Transalp… verrückt :-).

Gestartet sind wir mit 18 neutralisierten Kilometern nur bergab. Da tun einem die Finger vom Bremsen weh! Es folgte ein längerer, aber nicht so steiler Anstieg, den wir in einer großen Gruppe mit einigen anderen Mixed-Teams zügig – als Team – hinauffuhren. Es wurde uns klar, dass die Beine gut mitspielten; leider kam dann mäßiger Regen dazu, der die Abfahrt wie gesagt einfach nur unglaublich kalt machte. Nach einem kurzen flachen Stück, durch das wir in einer großen Gruppe schier flogen, kam der Anstieg zum Brezer Joch. An dessen Fuße merkte ich, dass einige der Mixed-Teams schon mehr Kraft auf der Strecke gelassen hatten als wir und da ging bei mir der Turbo an :-). An dieser Stelle ist wohl Zeit, Ingos bislang geheim gehaltenes Ziel für diese Tour öffentlich zu machen: er wollte eine einstellige Tagesplatzierung. Die Gegebenheiten dafür waren also am Fuße des zweiten Anstiegs mehr als günstig und so stiefelten wir – mal ich bei Ingo eingehängt, aber auch viel alleine – den Berg hoch. Das wurde insofern belohnt, als dass wir tatsächlich ein paar „Kontrahenten“ distanzieren konnten. Trotz des Gedankens, „verfolgt“ zu werden, fuhren wir die Abfahrt mit Hirn runter und dann war der letzte Anstieg des Tages schon da. Und die Beine machten nach wie vor mit; kurbelten vorbei am zweitplatzierten Damenteam und drückten die letzten 3 fast flachen Kilometer zum Mendelpass hoch als hätten sie nicht gestern den Mortirolo, vorgestern das Stilfserjoch und noch so viele andere Berge vorher bezwungen. Ich glaube, diesmal trifft es wirklich zu: ich bin über mich hinausgewachsen :-). In der letzten Abfahrt holte uns noch ein Mixed-Team ein, aber wir waren zum Teil so in den Wolken eingehüllt, dass wir keine 30 Meter weit sehen konnten und deshalb kein Risiko eingehen wollten. Übrigens auch eine spannende Erfahrung: mit 40 km/h bergab ohne zu sehen, was unmittelbar vor einem kommt; weiterhin ein grades Stück? Oder eine 180-Grad Serpentine..?

Bei der Zeitnahme oberhalb des Zielortes Kaltern war uns dann klar, dass es eine Top-10-Platzierung sein müsste; da war dann das Gefühlskarussell des heutigen Tages perfekt! Es ist Platz 7 geworden… und Ingos Ziel erfüllt. Wir sind so stolz und zufrieden, dass wir uns schon wieder auf die morgige Etappe freuen und sie mit voller Gelassenheit angehen können; wenn die Beine mitmachen hauen wir wieder rein – wenn nicht, genießen wir das schöne Wetter (hoffentlich behält der Wetterbericht Recht!). Wir freuen auch sehr auf unser Empfangskomitee in Arco – da wird gefeiert, bis die Beine einbrechen ;-)!

Fahrzeit: 04:56:24 Std.

Durchschnittgeschwindigkeit: 28,2 km/h

Max. Geschwindigkeit Céline: 65,4 km/h

Durchschnittspuls Céline:  151

Durchschnittspuls Ingo: 143

Durchschnittliche Leistung Ingo: 252 Watt

3 Kommentare 28.6.13 21:53, kommentieren

Tag 5: Von Livigno nach Aprica

Robert, ich musste so oft an deine Worte denken „Das Stilfserjoch ist kein Problem, aber der Mortirolo wird ätzend!“ Du hattest so Recht! Ingo und ich sind uns einig: den Passo Mortirolo fahren wir nie wieder (freiwillig)! Das war einer der heftigsten Anstiege die wir je gefahren sind, mit einer Rampe nach der anderen, die bis zu 21% Steigung hatten, ohne flache Stücke dazwischen, und das auf ca. 7 Kilometer (die letzten 3 der insgesamt 10 Kilometer des Anstieges waren ETWAS flacher). Und das mit den 4000 hm von gestern in den Beinen. Ingo hat mich ca. die Hälfte des Anstieges gezogen, er war unglaublich stark! An den weniger steilen Stücken (die es ja kaum gab), als ich überhaupt die Chance hatte, ein bisschen hochfrequentiger zu treten, bin ich allein gefahren. Und als mein Tacho zwischen 5 und 6 km/h anzeigte auch, denn da habe ich mit einer Hand an Ingos Satteltasche das Gleichgewicht nicht mehr halten können. Unvorstellbar. Und es hörte nicht auf. 38 Kehren, mit unterschiedlich langen Stücken zwischen den einzelnen Kurven… vorbei am Pantani-Denkmal, das Ingo nur gesehen hat, weil ich in der Kurve „Pantani-Denkmal!“ gerufen hab. Man redet da wirklich nur noch das nötigste: „Komm ran!“, „Bin dran!“, „Allein!“, „Kann ich wieder?“, „Wart, zu schnell!“ (das hab ICH zu INGO gesagt, weil er mich in den Stücken, wo ich allein gefahren bin, immer ein paar Meter abgehängt hat)…Erstaunlicherweise ging uns nicht „Warum mach‘ ich das eigentlich?“ durch den Kopf… gehör ich jetzt auch zu dem süchtigen Radfahrerpack?

Ihr merkt, dieser Pass hat mich beeindruckt. Vielleicht ein paar Worte zum Rest der Etappe: das Wetter war durchgehend trocken, heute morgen sonnig und kalt und im Ziel bewölkt und etwas wärmer. Unsere Strategie war: den ersten Anstieg (ca. 10 Km) so schnell es geht als Team (!) hochradeln, um in den folgenden 50 km bergab in eine schnelle Gruppe zu kommen. Das hat auch sehr gut geklappt und wir sind mit Leuten oben angekommen, die wir vorher noch nicht gesehen haben. Die Abfahrt ging dann auch flott und sicher (wir waren die ja gestern hochgefahren) und wir hatten gerade eine tolle Gruppe zusammen, die ich am Fuße eines kurzen Hügels anführte, als mich links einer überholte und zu Fall brachte. Ich weiß nicht, ob er einfach zu dicht an mir vorbeigefahren ist oder beim Überholen einem Schlagloch ausgewichen ist; auf jeden Fall hab ich mich laut Ingo, der hinter mir fuhr, gut abgerollt und vielleicht sogar verhindert, dass größeres passiert. Ich hab dann – liegend – schnell ausgeklickt, mein Rad, mich und meine Flaschen aufgehoben, kurz die Bremsen gecheckt und wieder aufgesprungen. Der Verursacher ist wenigstens stehengeblieben und hat sich entschuldigt; aber unsere gute Gruppe war weg und ich hab leichte Abschürfungen unterm Knie und an der Handinnenfläche (blöde Stelle wenn man vor hat, noch einige Stunden den Lenker festzuhalten)… und vielleicht ist uns auch ein Platz in der Tageswertung dadurch durch die Lappen gegangen. Aber ja, ihr habt alle Recht, Hauptsache, es ist nicht mehr passiert und meinem Fahrrad geht’s gut ;-).

Bis zum Fuße des Mortirolo haben wir dann in einer anderen Gruppe ordentlich Gas gegeben. Den Anstieg selber habe ich ja schon zur Genüge beschrieben :-). Als wir dann endlich endlich oben waren folgten einige Kilometer leicht welliges Gelände in der Höhe. Wir (also ich auf jeden Fall) genossen die unglaubliche tolle Aussicht und die Mengen an Riegeln und Trockenkuchen und was wir noch so an der Verpflegungsstation regelrecht gegrabscht hatten. Die Straße der Abfahrt war leider ziemlich schlecht und das Material (also die Räder) wurde so unglaublich strapaziert! Leider sahen wir auch ein in der Wertung vor uns liegendes Team am Straßenrand sitzen; anscheinend war was mit dem Fahrrad passiert, die beiden schienen unverletzt.

Die letzten 5 Kilometer bergauf haben wir dann – wieder als Team! – gut in die Pedale getreten und sind nach 04:42:00 Fahrzeit ins Ziel gerollt; für unsere Fans etwas früh, zumindest Papa hatte uns nicht so früh erwartet ;-).

Und noch eine Premiere gab es: Ingo ist eine Durchschnittsleistung von 262 Watt getreten – DURCHSCHNITT. Für die, die das nicht einordnen können: das ist verdammt viel! Zum Vergleich: Ein Profifahrer ist mal im Amstel Gold Race einen Schnitt von 260 Watt auf 06:20:00 gefahren – und er meinte hinterher, dass es ein hartes Rennen war…

Durchschnittgeschwindigkeit: 25,4

Max. Geschwindigkeit Céline: 75 km/h

Durchschnittspuls Céline:  157

Durchschnittspuls Ingo: 143

Durchschnittliche Leistung Ingo: 262 Watt

5 Kommentare 27.6.13 20:59, kommentieren

Tag 4: Von Zernez nach Livigno

Ich weiß vor lauter guten Dingen gar nicht wo ich anfangen soll. „Am Besten am Anfang“ hat jemand neulich gesagt. Ok, aber eins trotzdem vorweg: wir sind heut auf Platz 11 gefahren!!!

Gestartet sind wir bei 4°C und mittlerer Bewölkung in Zernez und sind den ersten Pass (Ofenpass) aufgrund einer Baustelle in der folgenden Abfahrt neutralisiert gefahren: 35 Kilometer lang. Das war super zum Warmfahren, was ausgesprochen wichtig war vor dem Anstieg des Tages, dem Stilfersjoch! Das ist übrigens der zweithöchstgelegene, asphaltierte Pass der Alpen, der auf 2757 Metern liegt. Bis heute morgen war unsicher, ob wir überhaupt rauffahren, aber der Rennleiter hat sich heute früh persönlich überzeugt, dass es trocken ist und nur leichte Minusgrade herrschen. Als kurzer Einschub: ich habe über Nacht meinen inneren Kampf beendet und beschlossen, mich ab jetzt von Ingo ziehen zu lassen, wenn es sinnvoll ist. Einzige Ausnahme: ich wollte das Stilfserjoch, eine Legende unter den Radfahrern, alleine fahren. Und das habe ich auch gemacht. 24 Kilometer, durchschnittlich 7,8% Steigung. Am Fuße des Berges fragte Ingo mich erstaunt, was ich über Nacht zu mir genommen habe, weil ich so gut im Tritt war, dass wir einen Fahrer nach dem anderen überholten. Nichts, es war nur genau mein Terrain: gleichmäßiger Anstieg, genug leichte Gänge um eine hohe Frequenz zu treten und vor allem – unglaublich viel Wille! 24 Kilometer lassen genug Zeit, das Panorama zu bewundern: ca. 9 Kilometer vor dem Gipfel hebt man den Kopf und sieht oben, ganz weit oben, das Gipfelhaus. Und direkt dorthin Serpentinen über Serpentinen (nummeriert – unten startet es mit Kehre 48). Da hab ich lieber runter geschaut: Serpentinen über Serpentinen – aber die hatten wir schon bezwungen :-). Und natürlich die schneebedeckten Berge überall… man kann es nicht beschreiben, man muss es erleben!

Und dann waren wir auch schon oben – ein Glücksgefühl sondergleichen! Schnell alles Anziehen was wir dabei hatten (es waren wohl um die 0°C), einen Riegel bzw. Gel in den Mund stopfen (Tobi, die  Bratwurst auf dem Gipfel gab es leider nicht „to go“ ;-)!) und ab ging die Post auf einer tollen Abfahrt runter ins Tal. Der nächste Anstieg war dann leider richtig ätzend; nicht steil, eigentlich auch mein Terrain, aber mit dem Stilfserjoch in den Beinen tun weitere 1000 hm nach 20 Km Abfahrt einfach weh. Deswegen hat Ingo mich große Teile des Berges – mit kleinen Pausen – gezogen, und ich war einfach nur dankbar! Nochmal 2 Kilometer runter, 2 Kilometer rauf, 7 Kilometer runter und endlich endlich waren wir im Ziel, nach 06:19:00, bei Sonnenschein und mit neuer Unterstützung durch meinen Papa. Und unbeschreiblich stolz.

Durchschnittgeschwindigkeit: 21,7

Max. Geschwindigkeit Céline: 75,7 km/h

Durchschnittspuls Céline: 0 (sagt mein Tacho – wenn man einmal die Technik braucht!)

Durchschnittspuls Ingo: 143

Durchschnittliche Leistung Ingo: 232 Watt

9 Kommentare 26.6.13 22:52, kommentieren

Tag 3: Von Imst nach Zernez

„Endlich vorbei“ schoss es uns beiden durch den Kopf, als wir das Ortsschild von Zernez passierten. Das war eine harte Etappe, auch wenn das Höhenprofil auf den ersten Blick nicht so schwierig (im Vergleich zu anderen) anmutet. Nichtsdestotrotz hatte die Strecke es in sich: zunächst die Auffahrt zur Pillerhöhe, die ich so zügig wie möglich erreichen wollte, weil es der einzig „richtige“ Berg heute war und wir dadurch hofften, nach der Abfahrt in eine „zügige“ Gruppe zu kommen. Ist auch ganz gut gelungen. An dieser Stelle möchte ich explizit erwähnen, dass wir (also eigentlich ich) die nasse, steile und schlecht einsehbare Abfahrt nach Kauns runtergeschlichen bin – fast schon empört hat mein Tacho mir teilweise 33 km/h auf der Gerade angezeigt… ich hab auf euch alle gehört!

Die folgenden 50 Kilometer erwischten wir dann wirklich eine schnelle Gruppe, und ich hab mich ordentlich anstrengen müssen, den Anschluss an den kurzen Anstiegen zu halten. Desöfteren dachte ich „Wir fahren schon wieder ein Rennen – und wie soll ich morgen das Stilfser Joch hochkommen?“ Ingo fuhr eine Sonntagsausfahrt… und drängelte mich auf den folgenden, kurzen, aber beschi*** steilen Anstiegen (kurz = 3 bis 5 Kilometer) dazu, mich einzuhängen. Hab ich dann auch gemacht – mit viel innerem Widerwillen. Denn die (wenigen) Frauen um mich rum fuhren alle ohne Hilfe… aber ja, es ist halt ein TEAMwettbewerb, ich weiß…

Nach der letzten Abfahrt parkte Ingo mich hinter einem großen Mann mit groooßem Windschatten, setzte sich an die Spitze unserer kleinen Gruppe und führte uns alle an die ca. 400 Meter vor uns fahrende, große Gruppe ran. Ich hab innerlich geflucht. Aber war dann froh, als wir dran waren und  die letzten 10 Kilometer nach Zernez schnell und nicht mehr allzu anstrengend vergingen. Der Beweis:

 

Und bei all dem Renngeschehen hab ich das Wetter ganz vergessen (vielleicht ein Zeichen, dass wir mit den etwas widrigen Umständen mittlerweile gut umgehen können): am Start war es trocken, aber zwischendurch hatten wir zwei Schauer von oben und mindestens einen von – sagen wir vorne, weil die Straße noch nass war und es von den Hinterrädern der Vorderfahrer aufspritzte. Das ist noch schlimmer als Regen von oben, weil der ganze Dreck der Straße auf’m Gesicht landet :-(! Im Ziel hatten wir dann 12°C und ein bisschen Sonne – und das Beste ist: man kann endlich die Gipfel sehen!

Fahrzeit: 03:57:00

Durchschnittgeschwindigkeit: 27,9

Max. Geschwindigkeit Céline: 79,8 km/h

Durchschnittspuls Céline: 160

Durchschnittspuls Ingo: 153

Durchschnittliche Leistung Ingo: 253 Watt

11 Kommentare 25.6.13 17:05, kommentieren

Tag 2: entfällt natürlich nicht ganz – von St. Anton nach Imst…

..nur eben anders als geplant. Nämlich so:

Wir möchten die spontan gewonnene Zeit nutzen, um uns zunächst wieder für euer großes Mitfiebern und die Anteilnahme zu bedanken! Wir schauen regelmäßig und mindestens genauso gespannt wie ihr, was ihr uns alles mit auf den Weg gebt :-).

Desweiteren wollen wir Euch die ein oder andere Frage beantworten, die in letzter Zeit aufgetaucht ist:

Am Start habe ich Tini noch wissend erklärt, dass man morgens einfach weniger trinkt, und dann das Problem des Auf’s-Klo-Müssens gar nicht erst entsteht. Und für die (Deppen), die das nicht berücksichtigen heißt es entweder anhalten oder anhalten ;-) (also: vom Rad steigen und sich erleichtern oder zurückhalten). Eine Stunde nach dem gestrigen Start habe ich mich an meine Antwort erinnert und mich für‘s Anhalten – Zurückhalten – entschieden, für die nächsten 3,5 Stunden…

Einige haben ja meinen Versuch, das Gewicht zu reduzieren, sagen wir, „erlebt“ (Danke an die, die daran geglaubt hatten!). Fazit: 4 Wochen hab ich umsonst auf Pommes und ein paar andere gute Dinge verzichtet. Mein Kampfgewicht am Samstag lag bei dem von vor 5 Wochen (63 Kg). Ingo dagegen hat seit dem Winter dauerhaft das Gewicht reduzieren können, um 6 Kilo, auf 76. Hauptsächlich durchs nichts tun (anstatt ins Fitnessstudio zu gehen). Und er hat heute einen Gleichgesinnten vom letzten Jahr wiedergetroffen (gleichgesinnt im Sinne der Fitnessstudioaffinität), der ebenfalls seine Muskelmasse reduziert hat :-).

Zum Schluss (wir müssen los zur Pasta Party – was für ein Stress im Urlaub!) möchte ich mich noch beim Whiterock-Powerteam für mein Geburtstagsgeschenk bedanken: Die ultraleichte Vaude Air Vest II (50g!) hat sich gestern mehr als bewährt und mir bergab jeglichen Windzug vom Hals gehalten!

3 Kommentare 24.6.13 17:38, kommentieren