Mit dem Rennrad über die Alpen

Bevor es wieder losgeht: die technischen Details (für die Technikaffinen)

Wir möchten Witeks Anregung aufgreifen und – zur Überbrückung bis zum nächsten Rennbericht – über unsere technische Ausstattung berichten.

Wir fahren beide Vollcarbonräder von Orbea, Ingo den Orca Di2 Gold Rahmen, ich den Orca Di2 Silver Rahmen. Di2 ist die Bezeichnung für die elektronische Schaltung von Shimano; die aus meiner Sicht das Highlight an den Rädern ist: geschaltet wird nicht mehr mit Hilfe von Bowdenzügen (mechanische Drahtseilzüge) sondern mit Hilfe von Kabeln und einem Akku, der ca. 1500 Kilometer Laufzeit hat; wenn er aufgeladen ist (das klingt zwar logisch, aber ICH musste trotzdem aus Erfahrung lernen :-)). Das Schalten ist präziser und braucht weniger Fingereinsatz – die Vorteile überwiegen also auf jeden Fall die 300 Gramm mehr Gewicht im Vergleich zu einer manuellen Schaltung!

Ingo fährt bei trockenem Wetter hochprofilige Lightweight-Felgen (1165 Gramm – beide zusammen!), die den Vorteil des – na, 3 mal dürft ihr raten – Gewichts haben, aber bei nasser Fahrbahn einen viel längeren Bremsweg erfordern. Bei einem Rennen im Regen fährt er also Dura Ace  C 24-Felgen (die auch nur 1454 Gramm wiegen!). Ich hab immer nur einen Satz Mavic-Ksyrium-Felgen (es gibt sie auch hier, die Zwei-Klassen-Gesellschaft), die aufgrund der Exalith 2-Technologie spezielle Bremsgummis erfordern. Die quietschen ab und zu bei stärkerem Bremsen, dafür bieten sie laut Hersteller „hohe Langlebigkeit und bestmögliche Bremsfunktion unter allen (Wetter-)Bedingungen“.

Ingos Rad wiegt 6,8 Kilo, meins 7,2. Die Preise haben wir vergessen.

Die Sättel sind klein, hart und bequem. Wer glaubt, das eine schließe das andere aus, den führe ich gerne persönlich in (meine) Sattelkunde ein :-).

Außer zwei Flaschenhaltern und Tacho ist nicht mehr dran am Rad. Bzgl. des Tachos hatten wir ja schon letztes Jahr über Ingos High-tech-Watt-,Trittfrequenz-, Kraftverteilungs-, und-und-und Messgerät geschrieben, das im Pedal integriert ist.

Flickzeug haben wir auch dabei, aber diesmal nicht in der „klassischen“ Form einer Miniatursatteltasche mit Ersatzschlauch und Minipumpe, sondern als Pannenspray, mit dem man einen Reifen schneller reparieren kann. Aber wir werden natürlich keinen Platten haben!

Achja: Ingo wird doch auch noch seine Satteltasche anbringen, sonst kann ich mich nirgendwo festhalten…

4.6.13 23:35

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Witek / Website (10.6.13 16:32)



Schwäbischer Fanclub (12.6.13 09:39)
Wunderbare Artikel zur Überbrückung, Vorbereitung und Aufklärung
Nur die Amnesie bzgl. der Preise ist natürlich sehr bedauerlich

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